Smartphone Wasserschaden – Handy nass geworden, was nun?

Smartphone Wasserschaden – Handy nass geworden, was nun?

Viele Menschen kennen das Dilemma: Man hat einmal kurz nicht aufgepasst und schon fällt das Smartphone ins Klo oder in die Spüle. Viele Smartphones landen auch im Pool oder werden unbeabsichtigt mit einem Getränk übergossen. Im Jahr 2014 besagte eine Studie, dass in etwa jedem fünften Deutschen das Smartphone schon mal in ein Klo gefallen sei. Passiert einem so etwas, folgen auf den ersten Schock viele Fragen: Ist das Smartphone kaputt? Wie funktioniert die Handy Datenrettung beim Wasserschaden? Wie sollte man jetzt vorgehen? Wie teuer ist die Wasserschaden Reparatur?
Ist das Handy feucht geworden, gilt es zunächst, Ruhe zu bewahren. Hier lest ihr 5 Tipps, die euch verraten, wie ihr bei einem Smartphone Wasserschaden vorgehen solltet.

Inhalt des Beitrags:

1. Den Wasserschaden beim Handy erkennen
2. Die richtige Trocknung
3. Datenrettung
4. Reparatur
5. Was ihr nicht tun solltet

1. Den Wasserschaden beim Handy erkennen

Ist ein Handy vollständig untergetaucht, also in ein Klo, einen Pool oder auch eine Regenpfütze gefallen, können verschiedene Fehler auftreten und der Wasserschaden ist eindeutig. Damit kein Kurzschluss im Smartphone ausgelöst wird, sollte das Handy in einem solchen Fall unbedingt ausgeschaltet werden! Danach können weitere Schritte eingeleitet werden, die weiter unten detailliert beschrieben sind.
War das Smartphone häufiger Wasserdampf, beispielsweise im Bad oder in der Küche, ausgesetzt, kann sich der Wasserschaden durch Korrosion der Elektronik erst später äußern. In modernen Smartphones gibt es daher einen Wasser-Indikator, der anzeigt, ob das Gerät mit Wasser in Verbindung gekommen ist. Ist dieser Indikator verfärbt, hat das Smartphone definitiv einen Wasserschaden, der sich später durch Defekte der Elektronik äußert. Um ganz sicher zu gehen, dass das Smartphone keinen Wasserschaden hat, sollte dies daher durch einen Profi überprüft werden, damit der Wasserschaden am Handy repariert werden kann.

2. Die richtige Trocknung

Nachdem ein Smartphone ins Wasser gefallen ist, sollte man es schnellstmöglich trocknen. Das Handy muss dabei ausgeschaltet sein, um Kurzschlüsse der Elektronik zu vermeiden. Die richtige Trocknung des Handys ist wichtig, um Wasserrückstände zu verhindern, die später zu Korrosionen im Smartphone führen können. Kommt es nach dem Kontakt mit Wasser zu Rauchentwicklung oder einer anderen sichtbaren Veränderung des Geräts, sollte das Smartphone nicht angefasst werden, da es dann bereits zu einem Kurzschluss des Akkus gekommen sein könnte. Andernfalls solltet ihr das Smartphone so weit es geht auseinanderbauen und das oberflächliche Wasser abwischen. Das geht am besten mit Papiertüchern. Um das Wasser auch aus den Öffnungen des Smartphones herauszubekommen, kann das Handy leicht geschüttelt werden. Am besten geschieht das in sanften, kreisenden Bewegungen, damit keine mechanischen Schäden durch zu hartes Schütteln entstehen. Entfernt zum Trocknen auch alle angeschlossenen Elemente wie SIM- und Speicherkarten!

Bei den neuesten Smartphones, bei denen auch der Akku fest verbaut ist, lässt sich die Trocknung nur teilweise zu Hause durchführen. Um dem Handy Feuchtigkeit zu entziehen, kann das Gerät luftdicht verpackt werden. Ein verschließbarer Plastikbeutel ist dafür gut geeignet. Zusätzlich kann man die Tüte mit diversen Trocknungsmitteln füllen. Im Handel gibt es dafür Kügelchen aus Siliciumdioxid, es ist aber auch möglich, das Smartphone mit Reis zu trocknen. Ihr könnt dem Handy unter gewissen Umständen die Feuchtigkeit entziehen. Reis kann helfen. Für die optimale Trocknung sollte das Handy vollständig mit Reis bedeckt sein und mehrere Tage im Plastikbeutel verbleiben. Der Reis entzieht dem Smartphone in der Zeit die Feuchtigkeit. Bei neueren Geräten ist dies aber nur ein erster Schritt, bevor das Smartphone fachgerecht durch einen Profi zerlegt und getrocknet wird.

3. Datenrettung

Ist ein Handy einmal nass geworden, ist das nicht zwangsläufig der Weltuntergang für die Daten auf SIM- und Speicherkarten. Bei der Trocknung sollten diese Elemente ausgebaut werden, damit die elektronischen Kontakte durch Korrosion die Karten nicht beschädigen können. Bevor das Smartphone wieder eingeschaltet und genutzt wird, sollten die Daten daher gesichert werden. Die Handy Datenrettung beim Wasserschaden ist ganz leicht, kann aber auch vom Profi durchgeführt werden.

Um Fotos und andere Dateien von der Speicherkarte zu sichern, sollte diese an einen PC angeschlossen und die Daten kopiert werden. Bevor die Karte wieder im Smartphone zum Einsatz kommt, hat man dadurch ein Backup, falls es langfristig doch zu einem Schaden kommen sollte. Eine Datensicherung ist ohnehin in regelmäßigen Abständen zu empfehlen. Die Datensicherung des internen Telefonspeichers sollte von einem Smartphone-Profi durchgeführt werden. Bei EDV-Repair kann die Datenrettung vor einer Wasserschadenreinigung professionell durchgeführt werden. Bei zu frühem Einschalten des Geräts, um die Daten selbst zu sichern, kann es zu Kurzschlüssen kommen. Daher ist eine professionelle Datenrettung ratsam.

4. Reparatur

Nachdem das Smartphone richtig getrocknet wurde, sollte das Handy professionell geprüft werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Durch eine intensive Wasserschadenreinigung kann die Korrosion der elektronischen Bauteile verhindert werden. Das Smartphone wird hierbei fachgerecht auseinandergebaut und gereinigt. Sollte bei der Reinigung bereits ein Korrosionsschaden festgestellt werden, kann auch ein Austausch der einzelnen Teile sofort vorgenommen werden. Dadurch kann ein Wasserschaden behoben werden, sodass das Smartphone auch im Anschluss normal genutzt werden kann. Die teure Anschaffung eines neuen Handys ist dann zunächst nicht notwendig.

5. Was ihr nicht tun solltet

Wenn das Smartphone nass geworden oder ins Wasser gefallen ist, sollte man gewisse Dinge unbedingt vermeiden, um am und im Handy keinen weiteren Schaden zu verursachen. Der richtige Umgang und eine anständige Trocknung ist daher sehr wichtig. Um das Wasser aus dem Smartphone herauszubekommen, sollte es schonend getrocknet werden. Hitze durch die Mikrowelle oder einen Backofen sollte unbedingt vermieden werden! Wird das Smartphone zu heiß (bereits ab 40° Grad), können die elektronischen Bauteile irreparabel geschädigt werden. Das Handy sollte also auch nicht auf die Heizung oder in die Sonne gelegt werden! Durch starke Luftströme wie beispielsweise von einem Föhn, kann die Feuchtigkeit tiefer ins Innere des Smartphones gelangen und dort weitere Schäden verursachen.

Wichtig ist auch, dass bei der Trocknung in einem Plastikbeutel die richtigen Materialien verwendet werden. Zucker oder Salz entziehen dem Smartphone die Feuchtigkeit nicht, sondern fügen dem Gerät zusätzlichen Schaden zu. Bei neueren Handys mit fest verbauten Akkus sollten darüber hinaus nur die Teile auseinandergebaut werden, die sich einfach abnehmen lassen. Ohne genaue Kenntnisse über die Bauweise der Smartphones sollte man das Aufschrauben und Trocknen lieber einem Profi überlassen.

Wir von EDV-Repair stehen euch bei einem Wasserschaden gerne mit Rat und technischem Know-How zur Seite und retten euer Smartphone vor dem Ertrinken. In einem Notfall könnt ihr eurem nassen Smartphone vor der Reparatur mit unserer Checkliste bereits das Leben retten.

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